Review (Kartenspiel): Auf die Nüsse, fertig, los! (Fette Beute)

Kaum ist die nächste Spielrunde gestartet, da weiß ich auch schon, wie ich meine dritte Haselnuss bekommen werde. Einfach den flinken Waschbären bei Olli vorbei geschickt und das Lager meines Mitspielers etwas erleichtert. Klingt nach einem todsicheren Plan. Zumindest solange Olli in dieser Runde keinen Hamster ausgelegt hat. Aber warum sollte er ... Und wieso schielt Maggie so verdächtig auf meine Erdnüsse? Am Ende der Runde heißt es ganz sicher „Fette Beute“! Doch wer sich nach zwei ausgespielten Karten über das Anwachsen seiner Vorratslagers freuen darf, ist kaum vorhersehbar.

Solche Überraschungen tun dem Spaß aber keinen Abbruch. Wenn es diesmal nicht klappt, folgt ja gleich die nächste Runde, in der die pelzigen Rivalen um ihren Wintervorrat pokern. Denn selten ging Taktieren mit verdeckten Karten so schnell wie beim neuen Nagetier-Nusssammler aus dem Hause Amigo.

Im Zweifelsfall kann der Hamster die Rettung sein

Schnelles Spielerlebnis

Fette Beute geht wirklich fix. Selten kommt es vor, dass unsere Runde neue Spiele innerhalb der der vorgegebenen Spieldauer abschließt. Doch bei Fette Beute, das mit einer geschätzten Spielzeit von 15 Minuten daher kommt, war dies gar kein Problem. In der Zeit, die es braucht, um andere Spiele-Schwergewichte aus dem Regal zu holen und auszupacken, ist hier schon mindestens ein Spiel abgehakt. Fast schon zu schnell holte uns das Spielende ein, das erreicht ist, sobald ein Spieler fünf gleiche Futterkarten vor sich ausliegen hat. Doch es lässt sich ja jederzeit ein neues Spiel starten.

So sieht es meist im persönlichen Vorratslager aus

So funktioniert´s

Jede Runde ringen wir mit unseren Mitspielern um Walnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Eicheln und Sonnenblumenkerne. (Ja okay, es geht nicht nur um Nüsse ... ) Beim Versuch, fünf gleiche Futtersorten zu sammeln, helfen uns fünf verschiedene Tiere, aus denen wir zu Beginn jeder Runde zwei wählen können. Das Eichhörnchen zieht eine Karte vom verdeckten Nachziehstapel. Der Waschbär klaut eine Karte eines Mitspielers. Der Hamster dient als Schutz vor dem Langfinger und kann zur Verteidigung gegen den Waschbären aufgedeckt werden. Das Murmeltier kopiert die Fähigkeit des ersten Tieres, das man in dieser Runde aufgedeckt hat. Und schließlich bleibt noch der Biber, dessen Einsatz immer ein Risiko darstellt. Denn nur wenn kein anderer Spieler einen Biber gespielt hat, verschafft uns der notorische Staudammbauer Fette Beute.

Ist der Biber das Risiko wert?

Wer keinen taktischen Tiefgang und keine genau planbaren Abläufe erwartet, der findet in diesem kleinen Kartenspiel von Andy Niggles einen kurzweiligen Spaß für zwischendurch. Gut gefallen hat uns auch, dass das gesamte Spielmaterial mit Symbolen sprachneutral gehalten ist.

Zwei bis sechs Spieler ab acht Jahren können in diesem witzigen Wettkampf um den Wintervorrat gegeneinander antreten.

7. August 2022, von Sascha 'Gamethulhu' Kröner

Ist der Biber das Risiko wert?
Im Zweifelsfall kann der Hamster die Rettung sein
So sieht es meist im persönlichen Vorratslager aus

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