Review (Hardware): Alienware 18 Area-51 Gaming Laptop
Das Alienware ist ein schwer Gewicht in seiner Klassik. Die Verarbeitung ist überragend, die Materialien fühlen sich absolut hochwertig an, und es gibt bisher nichts, was knarzt oder nachgibt. Interessanterweise fühlt es sich beim Tragen nicht unbedingt Leicht an mit seinen 4,41 Kg.
Aber auch mit seinen Inneren Werten verleitet der Alienware Area-51 Nachdruck:
Gehäuse
Das Alienware-Gehäuse mit seinem grünen Touch, dem Aluminium-Chassis, den leicht abgerundeten Kanten, der glatten Oberfläche des Deckels, den weichen RGB-LEDs an der Rückseite und dem Gorilla-Glas-Fenster an der Unterseite, das einen Blick auf die AlienFX-Lüfter bietet, wirkt es schon fast mysteriös und nicht von dieser Welt. Durch die Cryo-Chamber steht der Laptop höher und die Luftzufuhr ist viel größer, was eine stärkere Luftzirkulation fördert.
Ein robuster Verschluss und ein nahezu unsichtbares Scharnier lassen das Display schwebend wirken. Bei diesem Design, das zum Patent angemeldet wurde, liegt der Fokus auf Stabilität und Raffinesse. Es ermöglicht die Bewegung in radialer Richtung und lässt sich ausfahren. Ein adaptives rückseitiges Design mit durchsichtigen Materialien und der neuen AlienFX-Beleuchtung ermöglicht dies.
Mit relativ großem Abstand ist das Alienware einer der größten und schwersten 18-Zoll-Gaming-Laptops auf dem Markt. Aufgrund des „Thermal Shelf“ (des Überhangs nach hinten) ist es sehr tief und benötigt mehr Platz als üblich auf dem Schreibtisch.
Anschlussausstattung
Alle Anschlüsse des Alienware 16 sind auch bei diesem Alienware-Laptop vorhanden. Hinzu kommt ein bemerkenswertes Extra: der 5-Gbps-RJ45-Port. Der Mini-DisplayPort ist dagegen nicht mehr vorhanden, während der SD-Kartenleser glücklicherweise an eine besser zugängliche Position verschoben wurde.
Zu beachten ist, dass man bei der Konfiguration mit RTX-5070-Grafik nur Thunderbolt 4 und kein Thunderbolt 5 erhält, da Thunderbolt 5 erst ab Thunderbolt 5-Geräten verfügbar ist.
Da der Kartenleser für die SD-Karte nicht gefedert ist, ragt eine eingelegte SD-Karte immer noch um fast die Hälfte ihrer Länge heraus. Das macht den Transport unsicher.
Lautstärke, Kühlung und Akku: Eine große Enttäuschung?
Tastatur
Die flache mechanische Cherry-Tastatur stammt vom Alienware 16 und der letztjährigen Alienware-m18-Serie. Tatsächlich sind das Layout und die Tastenfunktionen nahezu identisch mit denen der Alienware-m18-Serie, sodass sich ein ähnliches Tipperlebnis ergibt. Die flachen Cherry-MX-Tasten gehören zu den geräumigsten und komfortabelsten, die wir je bei einem Gaming-Laptop erlebt haben. Sie sind sehr leichtgängig, haben einen großen Hubweg und geben ein lautes Feedback. Nutzer können sich jedoch auch für eine Konfiguration mit herkömmlichen Membrantasten entscheiden, da die lauten, hochfrequenten mechanischen Tasten in geräuschsensiblen Umgebungen möglicherweise unangebracht sind.
Display & Lautsprecher
Derzeit steht nur eine einzige Display-Option zur Verfügung. Zu den positiven Aspekten gehören die sehr hohe Bildwiederholfrequenz von 300 Hz und die vollständige Abdeckung des DCI-P3-Farbraums mit Unterstützung für Advanced Optimus. Dem IPS-Display fehlen jedoch die HDR-Unterstützung sowie alle Vorteile von Mini-LED oder OLED, wie tiefe Schwarzwerte und hohe maximale Helligkeitswerte. Bedauerlicherweise gibt es auch keine 4K-Option, wenn man bedenkt, wie groß der 18-Zoll-Bildschirm ist.
Auflösung und Bildwiederholrate: Typischerweise bietet das Modell eine hohe Auflösung (z. B. 1440p oder 4K-Optionen) sowie eine schnelle Bildwiederholrate. Games laufen dadurch flüssig, Bewegungen wirken geschmeidig und Schärfe bleibt bei dynamischen Szenen erhalten.
Reaktionszeit und Gammakurve: Die Reaktionszeit des Panels ist gut abgestimmt, wodurch Ghosting selten auffällt. Die Gamma-Werte wirken neutral, was eine realistische Farbdarstellung unterstützt.
Blickwinkelstabilität: Die Ausleuchtung bleibt auch aus seitlichen Blickwinkeln konsistent, was vor allem bei Mehrspieler-Sessions oder Getting-Ready-Setups wichtig ist.
PWM/Flimmern: Bei längeren Sessions ist wichtig, ob PWM genutzt wird. Viele moderne Alienware-Modelle minimieren oder verzichten auf störendes Flimmern bei gängigen Helligkeiten, was eine angenehmere Nutzung ermöglicht.
Das Alienware 51 überzeugt im Bereich Display mit Helligkeit, Kontrast und farbtreuer Darstellung, ideal für sowohl wettkampforientiertes Gaming als auch grafikintensive Titel. Die integrierten Lautsprecher liefern eine ordentliche Klangausgabe mit gutem Bassfundament und klaren Dialogen, reichen jedoch in der Regel nicht gegen hochwertige externe Audio-Systeme. Insgesamt bietet das Laptop-Setup eine starke Grundlage für gaming-begeisterte Nutzer, die Wert auf visuelle Qualität legen und kein separates Soundsystem zwingend benötigen.
Time Spy Benchmark:
Fazit zur Performance: In Spielen nehmen sie sich oft nicht viel. Bei CPU-lastigen Titeln hat das Alienware dank der besseren 1%-Lows einen stabileren Eindruck hinterlassen. Sobald die reine GPU-Last (z.B. in 4K) dominiert, zieht die 5090 im Blade leicht davon.
Akkulaufzeit
Die Achillesferse des Alienware 18 Area-51 ist der Akku. Dell spendiert dem Gaming-Laptop eine 96-Wh-Batterie, die mit einem wuchtigen 360-Watt-Netzteil geladen wird. Das lädt den Akku in ziemlich genau zwei Stunden komplett auf.
Je nach Aufgabe und Szenario reicht das für eine Akkulaufzeit von zwei bis fünf Stunden, wobei letzterer Wert nur beim Surfen im Internet realistisch ist. Im Gaming-Test sind es mit 58 Minuten deutlich weniger. Damit wird klar: Das Area-51 ist nicht für die dauerhafte mobile Nutzung gedacht, wenngleich die neuen Intel-Core-Ultra-Prozessoren im Akkubetrieb kaum an Leistung einbüßen.
Die Kombination aus Core Ultra 9 285HX und RTX 5090 Laptop-GPU ermöglicht eine beeindruckende Gaming-Leistung.
Auf dem Test-Gerät haben wir unter anderem folgende Games ausprobiert: Cyberpunk 2077 2.2 Phantom Liberty, Alan Wake 2, Black Myth: Wukong, Monster Hunter Wilds, Assassin's Creed Shadows, Dying Light: The Beast, Fellowship, Wreckration,
Kurz gesagt meistert das Alienware 18 Area-51 damit auch topaktuelle Spiele in QHD+-Auflösung und mit maximalen Details problemlos. Selbst das enorm anspruchsvolle F1 25 ist mit rund 36 fps spielbar und läuft in Verbindung mit DLSS mit 65 fps zudem flüssig.
Die Gaming-Leistung ist in etwa so hoch wie die der Desktop-RTX 4080 und deutlich höher als die der Laptop-RTX 4090.
Fazit
Das Alienware 18 Area-51 ist ein leistungsstarkes Gerät. Damit sind nicht zwangsläufig das hohe Gewicht oder die großen Abmessungen gemeint. Im Vordergrund steht vielmehr die Leistung. In vielen Bereichen erreicht der RTX 5090-Gaming-Laptop eine ähnliche Leistung wie mein Desktop-PC (samt RTX 4080 Super) und übertrifft ihn sogar bei der PCIe 5.0-SSD.
Der Laptop meistert moderne Spiele selbst in 4K-Auflösung tadellos und wenn nicht, regelt DLSS 4 den Rest. Die Kühlleistung ist überzeugend und die Lüfter erreichen erst nach einiger Zeit ihre volle Drehzahl, wobei sie dann jedoch auch einen hohen Geräuschpegel aufweisen.
Das Gerät vereint die Marke Alienware mit einer hochwertigen Tastatur und einem schnellen, gut funktionierenden Display. Leider ist bei diesem Modell nur ein IPS-Panel verbaut. Mini-LED oder OLED wären zwar eine interessante Option gewesen, hätten jedoch den ohnehin hohen Preis weiter erhöht.
PRO
Edles Design, mutiges Design und kreativer RGB-Einsatz
Herausragende Verarbeitung
Ein geniales Tippgefühl auf der Tastatur
Exzellente Performance
Upgrade-freundlich
CONTRA