Wie Sportwetten Webseiten Spielerdaten und Privatsphäre schützen
Datenschutz, oder besser gesagt der Mangel daran, ist ein ständiger Brennpunkt. Für Anbieter und auch für Spieler. 2023 gab es einen deutlichen Anstieg der Beschwerden bezüglich digitaler Glücksspiele, nämlich um 13 Prozent, wenn man den Berichten der Datenschutzkonferenz traut. Die Verbraucherzentralen zeigen auf, dass etwa 38 Prozent der Online-Sportwetten-Nutzer nicht so recht wissen, was mit ihren Daten passiert.
Die DSGVO macht da zwar klare Ansagen, aber in der Praxis herrscht oft Chaos, weil einige Plattformen eher unreguliert daherkommen. In regulierten Märkten versucht man mit ein paar technischen und organisatorischen Maßnahmen gegenzusteuern. Lücken sind trotzdem da, wie wir aus den Prüfberichten sehen.
Welche Daten Sportwetten-Plattformen erheben
Online Sportwetten Anbieter verarbeiten weit mehr als nur einfache Login-Informationen. Da kommen dann so Sachen wie Namen, Adressen und Geburtstage auf die Listen. Und, um nicht zu vergessen, auch IP-Adressen, Gerätetypen und so weiter. Schließlich, auf den Servern zu finden, sind sensible Sachen wie Bankinfos und Zahlungsauszüge.
Nicht zu fassen, aber wahr: auch Chatprotokolle und E-Mail-Verläufe landen in den Archiven. Kontrolliert wird das Ganze, theoretisch, durch DSGVO und Art. 15, so dass man als Kunde auch mal nachfragen kann, was genau mit den eigenen Daten passiert.
Wie Anbieter Daten technisch schützen
Um sicherzustellen, dass Spielerdaten nicht einfach im Netz rumfliegen, nehmen Sportwetten-Plattformen verschiedene Maßnahmen. Natürlich setzen sie auf die bekannte SSL- oder TLS-Verschlüsselung. Wobei, das "https://" im Browser ist ein Hinweis darauf. Auch gibt's da die Aufteilung von verschiedene Datenbanken und das Protokollieren der Zugriffe.
Es gibt viele Alarmsysteme, die jeden Einbruchsversuch sofort melden. Die Anbieter versichern, dass alles nur über verschlüsselte Wege läuft, und das sogar innerhalb von EU-Rechenzentren. Auch 85 Prozent der geprüften Anbieter im Jahr 2023 halten die technischen Vorgaben ein, meint die Datenschutzkonferenz, obwohl es da noch einige schwarze Schafe gibt, die nicht aus Europa stammen.
Wer Zugriff auf Spielerdaten hat
Wer guckt da eigentlich alles mit? Also, über den eigentlichen Wettanbieter hinaus, sind noch Zahlungsdienstleister und andere an Bord. Außerdem, systematisch erfasst wird, wer wann wo auf die Daten zugreift. Rechtlich regeln Auftragsverarbeitungsverträge, wie Daten zwischen verschiedenen Anbietern und drittstaatlichen Firmen weitergegeben werden.
Immer strikt festgehalten, nur manchmal ist von Fällen unbefugter Weitergaben zu hören und zack, landet man vor Gericht. Dabei haben Anbieter mit deutscher Lizenz strengere Vorgaben, was so eine Art Sicherheitspaket ist.
Rechte und Handlungsoptionen der Nutzer
Für die Nutzer bedeutet das vor allem eins: Wachen Sie auf! DSGVO Artikel 15 und 20 gibt jedem die Chance, den Durchblick behalten. Und Daten? Die kann man auch löschen lassen, wenn man keine Lust mehr darauf hat, dass jemand zuschaut. Widerspruch gegen Marketing-Mails? Jederzeit möglich.
Allerdings sind im Glücksspielbereich Anbieter bekannt, die sich querstellen. Laut Datenschützern müsste man da rechtlich mal klären, wie die Durchsetzung aussieht. Rückendeckung gibt’s von Verbraucherschutzverbänden, falls sich ein Anbieter dann doch mal zu viel rausnimmt. Wer vorsichtig ist, prüft lieber gleich die Datenschutzrichtlinien.
Verantwortungsvoll spielen und schützen
Jeder kann sich mal vertun, aber ein bisschen Verantwortung muss auch sein. Von Limits und Spieleroutinen bis hin zu Angeboten seriöser Anbieter, jeder Schritt kann helfen. Man findet zudem strikte Kontrollen gegen den Zugriff durch Minderjährige. Bei Problemen empfehlen sich unabhängige Berater oder Präventionsstellen.
Datenschutz und Schutz der Spieler sind kein Entweder-Oder, sondern sollten immer zusammen gedacht werden. Denn selbst in einem regulierten Markt bleibt Vorsicht besser als Nachsicht.