Spionieren Ihre Chrome-Erweiterungen Sie aus?

Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass einige beliebte Chrome-Browsererweiterungen heimlich sensible Nutzerdaten sammeln könnten - darunter Browserverlauf, Inhalte der Zwischenablage und sogar Tastatureingaben - und diese mit Drittunternehmen teilen.

Eine aktuelle Untersuchung des Sicherheitsforschers „Q Continuum“ identifizierte 287 Chrome-Erweiterungen mit insgesamt 37,4 Millionen Installationen, die aktiv Nutzerdaten an mehr als 30 Datenempfänger weiterleiteten. Eine separate Studie ergab außerdem, dass 67 % der KI-basierten Chrome-Erweiterungen Nutzerdaten sammeln, wobei 41 % personenbezogene Daten (PII) wie Passwörter, Finanzinformationen oder persönliche Kommunikation erfassen.

Da Browsererweiterungen häufig weitreichende Berechtigungen verlangen - etwa Zugriff auf alle besuchten Webseiten - können sie möglicherweise kopierte Inhalte lesen, das Surfverhalten überwachen oder Code in Webseiten einfügen, ohne dass Nutzer sich des vollen Umfangs dieser Zugriffe bewusst sind.

Cybersicherheitsexperten warnen, dass Erweiterungen, die als „kostenlose Tools“ vermarktet werden, im Hintergrund möglicherweise Nutzerdaten monetarisieren.

Hervé Lambert, Global Consumer Operations Manager bei Panda Security, erklärt:

"Browsererweiterungen sind längst Teil unseres digitalen Alltags geworden. Viele Nutzer wissen jedoch nicht, wie viel Zugriff sie diesen Tools bei der Installation gewähren. In manchen Fällen können Erweiterungen Browserverlauf, Zwischenablage-Inhalte oder sogar Zugangsdaten sammeln. Der sicherste Ansatz ist, installierte Erweiterungen regelmäßig zu überprüfen und alles zu entfernen, dem man nicht vollständig vertraut."

Um Risiken zu reduzieren, sollten Nutzer ihre installierten Erweiterungen regelmäßig überprüfen, Tools mit übermäßigen Berechtigungen vermeiden und ihre Sicherheitssoftware aktuell halten, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen.

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14. März 2026, von Thore Varga