Review (Playstation 4): Watch Dogs

In Zeiten des fragwürdigen Datenschutzes auf Internetplattformen und der Sicherheit der eigenen Identität im Internet erscheint Watch Dogs genau richtig. In dem Spiel ist alles mit allem vernetzt, sodass geschickten Hackern alle Türen offen stehen. Kann dieses etwas andere Open-World Spiel durch das Hacken von beinah allen technischen Geräten überzeugen?

Watch Dogs spielt im Chicago der nahen Zukunft. Es ist ein Open-World Spiel wie GTA (Grand Theft Auto). Abheben tut sich Watch Dogs durch die Möglichkeit nahezu jeden Computer, Smartphone oder technisches Gerät hacken und manipulieren zu können. Ganz Chicago ist durch das CtOS (Central Operating System) miteinander vernetzt. Es soll der Sicherheit der Bürger dienen um Verbrechen erkennen zu können, bevor Sie geschehen. Da hierbei die Daten eines jeden Bürgers nicht privat sind, sondern der Staat Zugriff auf alles hat, kämpfen ebenfalls Hacker gegen die totale Vernetzung.

Story:

Man spielt als Aiden Pearce, die Hauptfigur. Aidens Nichte ist bei einem Anschlag umgekommen, der eigentlich ihm galt. Durch seine Schuldgefühle will sich Aiden an den Mördern und der korrupten Stadt rächen. Die Story umfasst ca. 25 Stunden Spielzeit und kann nach eigenem Belieben fortgeführt werden (ähnlich wie in GTA, werden diese auf der Karte angezeigt).

Nebenmissionen:

Neben der Story gibt es wie bei GTA auch zahlreiche Nebenmissionen, mitgeben man den Geldbeutel aufbessern kann. Bei den Verbrecher-Konvois gilt es einen Autokonvois auszuschalten. Bei den Gang-Verstecken muss ein ganzer Stützpunkt der Gegner ausgeschaltet werden. Dann gibt es noch die sogenannten Fixer-Aufträge, in denen man flüchten, liefern oder Lockvogel spielen muss.

Minispiele:

Es gibt einige Minispiele über die man ebenfalls den Geldbeutel aufbessern kann. Ob pokern, Hütchenspiel, wett trinken, Automaten oder Schach, diese Spiele sind anspruchsvoll ja höher die Stufe ansteigt und sind gut umgesetzt.

Das "Hacken"

Ein ganz besonderes Augenmerk muss auf die verschiedenen Arten des Hacken gerichtet werden, denn hierbei unterscheidet sich Watch Dogs von anderen Open-World Spielen. Es ist möglich Kameras, Ampel, Brücken, Poller, Dampfrohre, Handys, Computer, etc. zu hacken. Diese Möglichkeiten kann man super in den Spielablauf einbauen. Zum Beispiel bei einer Verfolgungsjagd, man möchte den Gegner abschütteln - kein Problem man fährt in eine Fußgängerzone und fährt die Poller hinter dem eigenen Auto hoch, so können die Verfolger nicht hinterherkommen. Hat Aiden nicht genug Geld um sich z.B. einen neuen Mantel oder eine neue Waffe zu kaufen, kann man das Handy eines Passanten hacken um an dessen Bankverbindung zu kommen. Am nächsten Bankautomat kann man sich seine Beute dann einfach aus bezahlen lassen. Man kann Ampeln auf Grün schalten um Unfälle zu provozieren, Kameras um die Gegner auszuspähen oder Brücken anheben um die Verfolger abzuschütteln. All diese "Hacks" lassen sich in den Spielablauf einbauen und machen Watch Dogs einzigartig. Die Steuerung ist hierbei sehr gut umgesetzt, das richtige Timing ist ausschlaggebend, ob ihr die Verfolger oder Gegner mit dem gewünschten Effekt trefft.

Das "Smartphone"

Die wichtigste Waffe ist definitiv das Smartphone über dieses führt man die "Hacks" aus, hat aber auch noch mehrere nützliche Funktionen. Unter anderem dient es als MP3-Player, gehackte Passanten liefern neue Tracks, wenn der Geldbeutel es zulässt kann man Autos kaufen und diese zu sich liefern lassen.

Der "Fähigkeitenbaum"

Über diesen kann man die Talente von Aiden verbessern oder neue Fähigkeiten lernen. Dieser lässt sich im Laufe des Spiels relativ schnell ausbauen, sodass man relativ schnell über alle Talente verfügt.

Der Multiplayer-Modus

Wirklich gut gemacht ist der Multiplayer-Modus, dieser kann über das Smartphone gestartet werden, hierbei handelt es sich um ein Team Match, indem das Ziel ist Daten zu stehlen, dafür muss der Gegenstand aufgenommen werden und von dem eigenen Team solange wie möglich beschützt werden. Natürlich können weiterhin "Hacks" ausgeführt werden. Ein weitere Alternative zum Multiplayer stellt die Watch Dogs App für Tabletts und Smartphones dar. Man kann sich über die App in ein Spiel eines Freundes oder Fremden Person einwählen und einen Polizei Helikopter steuern, der Befehle an die Streifen weitergibt. Ziel ist es Aiden festzunehmen. Außerdem kann man sich in das Singleplayerspiel eines anderen Spieles einwählen und versuchen dessen "Daten" zu stehlen. Dies kann einen selbst unvorhergesehen treffen. Ziel des Hackers ist es unbemerkt alle Daten zu stehlen, Ziel des "Gehackten" ist es den Hacker ausfindig zu machen und dieses zu eliminieren.

Grafik / Sound / Steuerung:

Watch Dogs macht optisch einen hervorragenden Eindruck und ist schön anzusehen, besonders hervorzuheben sind die Licht, Rauch und Feuereffekte. Diese sehen bombastisch aus. Die Welt ist sehr Detailgetreu unter anderem sind die Wettereffekte klasse gemacht, Regen, Wind, Nacht, Tag alles sieht realistisch aus und verhält sich auch so. Z.B. rollen auch Dosen dem Wind über die Straße.
Der Sound wirkt realistisch und untermalt die gute Optik, lediglich die Motorengeräusche der Motorräder wirken äußert unrealistisch.
Die Steuerung ist einsame Spitze, egal in welcher Situation man sich befindet, die Hacks sind kinderleicht zu bedienen. Es fühlt sich einfach rund an.

Fazit:

Mit dem Thema Datenschutz hat man sich selbst bestimmt schon beschäftigt, Watch Dogs zeigt provokant auf wie weit Hacker gehen könnten im Falle einer gesamt Vernetzung. Die Story hat viele gute Ansätze schafft es jedoch nicht den Spieler wirklich abzuholen und zu überzeugen. Dies ist zwar schade, macht das Spiel aber nicht schlechter. Das Spiel fesselt durch Liebe zum Detail, jeder Passant hat einen eigenen Namen einen anderen Beruf. Die Passanten unterhalten sich über das CtOS oder Gott und die Welt. Es ist interessant deren Gespräche zu lauschen. Watch Dogs wird nie langweilig, da das Spiel mit euch interagiert, ihr bekommt immer neue Aufträge werdet von anderen Spielern gehackt oder bessert den Geldbeutel beim Glücksspiel auf. Die Umsetzung der Hacks ist gut gelungen, man kann die Umgebung so einsetzen wie man es benötigt. Kann sich entscheiden mit Waffen vorzugehen oder die Gegner zu umschleichen. Alles in allem ist es eine gute Abwechslung zu GTA und definitiv einen Kauf wert.

Screenshot und Video live aus der PS4 Version von Watch Dogs des Testers:

2. September 2014, von Markus Gübert

Watch Dogs

PlayStation4 Spiel

GenreShooter Third Person Shooter Open-World Action Adventure
PublisherUbisoft
Websitewatchdogs.ubi.com/watchdogs/de-de/home
Facebookfb/watchdogsgame.de?brand_redir=1
Release27.05.2014
EAN3307215719671
Twittertwitter/watchdogsgame
YouTubeyoutube/watchdogs

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